Tipps für Beamtenanwärter: Wohnen

In der Infothek finden Sie mehr Infos zum öffentlichen Dienst. Hier können Sie für 7,50 Euro den beliebten Ratgeber "BerufsStart im öffentlichen Dienst" mit vielen Tipps von A bis Z zum Berufseinstieg von Beamtenanwärtern.

Tipps zum BerufsStart: Wohnen

Eine eigene Wohnung zu finanzieren, ist für Auszubildende nicht so einfach.
Die Chance auf eine bezahlbare eigene Wohnung steigt mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS). Ein WBS berechtigt zum Wohnen in öffentlich subventionierten Wohnungen. Den WBS bekommst du bei den Wohnungsämtern der Gemeinden. Weil die Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht in allen Gemeinden gleich ist, gelten oft unterschiedliche Voraussetzungen für den Erhalt eines WBS.

Wohngeld
Wer nicht mehr zu Hause wohnt, kann Wohngeld beantragen. Voraussetzung ist ein niedriges Einkommen. Wer Berufsausbildungsbeihilfe erhält, kann zusätzlich kein Wohngeld beantragen. Der Antrag muss sofort gestellt werden, denn das Geld gibt es nicht rückwirkend. Informationen und Anträge gibt es bei den Wohngeldstellen der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltungen.


Sparen können Auszubildende auch bei den Telefongebühren. Abhängig von der Höhe der Miete und des Nettoeinkommens bekommen Auszubildende Telefongebühren zum Teil erlassen. Der Antrag muss beim Sozialamt gestellt werden. Wer wenig verdient, kann sich auch von den Radio- und TV-Gebühren befreien lassen. Es gelten die gleichen Bedingungen wie für die Ermäßigung der Telefongebühren. Informationen sind beim Sozialamt erhältlich.

Wohnriester
Künftig wird der Erwerb oder der Bau selbstgenutzter Wohnimmobilien im Rahmen der privaten Altersvorsorge gefördert. Bundesregierung und Bundesrat bringen die Eigenheimrente auf den Weg. Das neue Eigenheimrentengesetz, besser bekannt als "Wohn- Riester", ist beschlossen und tritt rückwirkend zum 1. 1. 2008 in Kraft. Durch die Ausweitung der sogenannten Riesterförderung wird die selbstgenutzte Wohnimmobilie ein Teil der Altersvorsorge. Damit sind künftig auch „die eigenen vier Wände eine Säule der Altersvorsorge“, denn wer keine Miete mehr zahlen muss, braucht im Alter auch weniger Geld für den Lebensunterhalt.

Die Vorteile bei Wohn-Riester auf einen Blick
  • Bausparen und Wohneigentum finden als Form der Altersvorsorge volle Anerkennung
  • Wohneigentum wird nach Wegfall der Eigenheimzulage jetzt wieder staatlich gefördert
  • Die selbstgenutzte Immobilie ist die einzige Altersvorsorge, die man schon heute geniessen kann
  • Die Immobilie ist inflationssicher und damit wertbeständig
  • Mietfreies Wohnen im Alter bessert die eigene Rentenkasse auf
  • Das Eigenheim (Rente aus Stein) ist vererbbar
  • Erträge aus einem Wohnriesterbausparvertrag unterliegen nicht der Abgeltungsteuer.


Auch die Entschuldung einer Wohnung oder eines Hauses bei Rentenbeginn sowie der Erwerb von Anteilen an Wohngenossenschaften wird belohnt. Damit gehören Bausparund Darlehensverträge künftig zu den staatlich geförderten Produkten.

Was ist die Riesterförderung?
Mit der Förderung eines Riestervertrages hilft der Staat eine zusätzliche private Altersvorsorge aufzubauen. Damit können sich die Bürger ein zweites Standbein für die Zeit nach der Erwerbstätigkeit aufbauen. Der Staat gibt zu den eigenen Einzahlungen
in ein Vorsorgeprodukt jährlich eine Förderung als Zulage dazu. Die Zulage gibt es für den ledigen Kunden mit 154 Euro pro Jahr bzw. bei Verheirateten 308 Euro sowie für Kinder mit Geburtsdatum bis 2008 185 Euro bzw. für Kinder ab 2008 300 Euro. D.h. in einem Beispiel für ein Ehepaar mit zwei Kindern (Geburtdatum 2003 und 2008) gewährt der Staat jedes Jahr 793 Euro! Zusätzlich gibt es für Berufseinsteiger bis zum 25. Lebensjahr einen einmaligen Bonus von 200 Euro, wenn sie mit der Riesterförderung fürs Alter vorsorgen.
Mehr Informationen unter "BerufsStart im öffentlichen Dienst"


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