Frauen im öffentlichen Dienst: Anhang: Gleichstellungsgesetze: Fortbildung

Den Ratgeber "Frauen im öffentlichen Dienst" können Sie im Rahmen des OnlineService für nur 10,00 Euro als OnlineBuch lesen und ausdrucken. Der OnlineService bietet weitere Ratgeber des DBW, beispielsweise zum "Nebentätigkeitsrecht des öffentlichen Dienstes". >>>weitere Informationen
SeminarService zum Beamtenversorgungsrecht: Schulungen und Tagesveranstaltungen zur Versorgung der Beamtinnen und Beamten. Mehr Informationen unter www.die-oeffentliche-verwaltung.de
Zur Übersicht des Ratgebers "Frauen im öffentlichen Dienst"

Frauen im öffentlichen Dienst: Gleichstellungsgesetze: Fortbildung




Bund

§ 10
Allgemein:
Verpflichtung der Dienststelle, verstärkter Einsatz von Leiterinnen und Referentinnen, Gleichstellung und Vereinbarkeit
als Thema für Vorgesetzte und Personalverwaltung
Quote: Frauen mindestens ihrem Anteil an der Zielgruppe entsprechend
Inhalte: ausreichende Angebote zum Aufstieg, insbesondere aus unteren Besoldungs-, Vergütungs- und Lohngruppen, und zum Wiedereinstieg
Bei Familienpflichten: zusätzliche Veranstaltungen mit räumlicher und zeitlicher Anpassung an Bedürfnisse, ggf. Kinderbetreuung;
Angebote für Gleichstellungsbeauftragte und Stellvertreterin

Baden-Württemberg
Chancengleichheitsgesetz (ChancenG)

§§ 11, 15, 19
Allgemein:
„Die beruflicht Fort- und Weiterbildung weiblicher Beschäftigter wird gefördert.“ Beteiligung der Beauftragten für
Chancengleichheit, auch bei Auswahl der Teilnehmenden, Chancengleichheit als Thema bei Fortbildungen für Führungskräfte, verstärkter Einsatz von Leiterinnen und Referentinnen
Quote: Frauen entsprechend ihrem Anteil an der Zielgruppe
Inhalte: Angebote zur Weiterqualifizierung und/oder für Tätigkeiten in von ihnen unterrepräsentierten Bereichen, Erleichterung
des Wiedereinstiegs
Bei Familienpflichten: Teilnahme im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze, ggf. Kinderbetreuung; Teilnahme an spezifischen Fortbildungen für Beauftragte für Chancengleichheit, soweit erforderlich.

Berlin

§ 9
Allgemein:
Aufforderung zur Teilnahme durch Vorgesetzte, Angebote nach Möglichkeit während der Arbeitszeit, Frauenförderung und -diskriminierung als Themen für Vorgesetzte, Referentinnen bevorzugt
Quote: Auswahl entsprechend dem LGG, Bevorzugung bei gleicher Qualifikation für höherbewertete und Leitungsaufgaben
Inhalte: Förderung des beruflichen Aufstiegs, Überprüfung des Angebots der Verwaltungsakademie auf frauenspezifische Inhalte und Verbesserung der Frauenförderung
Bei Familienpflichten: Kostenerstattung, falls durch Kinderbetreuung oder andere Aufwendungen unvermeidlich höhere Kosten anfallen

Brandenburg

§ 11
Allgemein:
LGG als Unterrichtsgegenstand für Vorgesetzte und im Personalwesen Beschäftigte, verstärkter Einsatz von Dozentinnen
Quote: 50 Prozent Frauen als Soll-Bestimmung
Inhalte: besondere Angebote für Frauen zur Weiterqualifizierung und Übernahme von Tätigkeiten, in denen sie unterrepräsentiert sind
Bei Familienpflichten: Teilnahme ist zu ermöglichen, auch für Teilzeitbeschäftigte

Bremen

§ 9
Allgemein:
Aufnahme von Themen zur Gleichberechtigung, insbesondere bei Angeboten zur Übernahme von Vorgesetztenpositionen, verstärkter Einsatz von Leiterinnen und Referentinnen
Quote: Frauen sollen zur Teilnahme motiviert werden
Inhalte: gezielte Fort- und Weiterbildung von Frauen zur Übernahme höherwertiger Stellen
Bei Familienpflichten: Teilnahme muss möglich sein

Hamburg

§ 11
Allgemein:
Bei Vorgesetzten sind „Führungslehre”, Kooperation” und „Gleichstellung” Fortbildungsthemen, in größerer Anzahl sind Referentinnen einzusetzen
Quote: 50 Prozent, wenn es der Frauenanteil an den Zielgruppen zulässt
Inhalte: Angebote zur Weiterqualifizierung und zum Wiedereinstieg
Bei Familienpflichten: Teilnahme muss möglich sein, auch für Teilzeitbeschäftigte;
In das zentrale Programm für Schulungs- und Bildungsveranstaltungen sind Angebote für die Frauenbeauftragte aufzunehmen

Hessen

§ 11
Allgemein:
Gleichberechtigung als Thema für das Organisationsund Personalwesen
Quote: 50 Prozent
Inhalte: Besondere Fortbildungen zur Weiterqualifizierung und Übernahme von Tätigkeiten, in denen Frauen unterrepräsentiert sind
Bei Familienpflichten: Kostenerstattung, z.B. für Kinderbetreuung

Mecklenburg-Vorpommern

§ 6
Allgemein:
Hinweispflicht für Vorgesetzte, Begründung gegenüber der Frauenbeauftragten,
warum eine Teilnahme entsprechend dem Förderplan nicht möglich ist, Unterrichtungspflicht der Dienststelle über Angebote und Beteiligung an Fortbildungen, Frauendiskriminierung und -förderung als Themen bei Vorgesetzten, verstärkter Einsatz von Leiterinnen und Referentinnen
Quote: 50 Prozent
Inhalte: Angebote zum Auf- und Wiedereinstieg
Bei Familienpflichten: Teilnahme muss möglich sein, auch für Teilzeitbeschäftigte, ggf. Kinderbetreuung;
In das Fortbildungsprogramm sind Veranstaltungen für Gleichstellungsbeauftragte aufzunehmen

Niedersachsen

§ 10
Allgemein:
Gezielte Angebote für Frauen, Gleichberechtigung, Benachteiligung und sexuelle Belästigung als Themen bei Vorgesetzten und Beschäftigten im Organisations- und Personalwesen,
verstärkter Einsatz von Leiterinnen und Referentinnen, zumindest in gleichem Umfang wie Männer
Quote: möglichst 50 Prozent
Inhalte: Angebote zur Weiterqualifizierung und Übernahme höherwertiger Stellen
Bei Familienpflichten: Teilnahme muss möglich sein, deshalb vorzugsweise halbtags oder dezentrale Veranstaltungen, ggf. Kinderbetreuung, nachgewiesene Mehrkosten werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel auf Antrag erstattet

Nordrhein-Westfalen

§ 11
Allgemein:
Besondere Angebote für Tätigkeiten, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, Gleichstellung und sexuelle Belästigung als Themen für Vorgesetzte und Beschäftigte im Organisations-
und Personalwesen, verstärkter Einsatz von Leiterinnen und Referentinnen
Quote: Frauen mindestens entsprechend ihrem Anteil an Bewerbungen
Inhalte: Weiterqualifizierung
Bei Familienpflichten: Teilnahme muss möglich sein, Kostenerstattung für Kinderbetreuung

Rheinland-Pfalz

§ 13
Allgemein:
Zur Verfügung stehende Plätze sollen gezielt Frauen angeboten werden, Gleichstellung als Thema bei Vorgesetzten und Beschäftigten im Personalwesen, verstärkter Einsatz von Leiterinnen und Referentinnen
Bei Familienpflichten: Teilnahme muss möglich sein, auch für Teilzeitbeschäftigte; In das zentrale Jahresfortbildungsprogramm sind Veranstaltungen für Gleichstellungsbeauftragte aufzunehmen

Saarland

§ 15
Allgemein:
Dienststelle muss zeitgerechte Information sicherstellen, ausdrückliche Aufforderung von Frauen zur Teilnahme, verstärkter Einsatz von Leiterinnen, Dozentinnen und Referentinnen
Inhalte: gezielte berufliche Qualifizierung, insbesondere in unteren und mittleren Besoldungs-, Vergütungs- und Lohngruppen, zur Übernahme höherwertiger Tätigkeiten in von Frauen
unterrepräsentierten Bereichen
Bei Familienpflichten: Teilnahme muss möglich sein, auch für Teilzeitschäftigte, ggf. Kinderbetreuung

Sachsen

§ 9
Allgemein:
Frauendiskriminierung und -förderung als Themen für Vorgesetzte, verstärkter Einsatz von Leiterinnen und Referentinnen
Quote: Frauen mindestens entsprechend ihrem Anteil an der Zielgruppe
Bei Familienpflichten: räumliche und zeitliche Abstimmung, auch für Teilzeitbeschäftigte, ggf. Kinderbetreuung

Sachsen-Anhalt

§ 7
Allgemein:
geeignete Angebote zur beruflichen Qualifikation für Frauen, insbesondere in von ihnen unterrepräsentierten Bereichen, Gleichstellungsauftrag als Thema für Vorgesetzte,
Personalräte, Beschäftigte der Organisations- und Personalstellen und in der Lehrerinnenfortbildung, verstärkter Einsatz von Referentinnen
Bei Familienpflichten: Erleichterungen zur Teilnahme

Schleswig-Holstein

§ 10
Allgemein:
Gleichstellung als Thema bei Veranstaltungen zu Führungsverhalten, Personal- oder Organisationsangelegenheiten
Quote: Frauen mindestens entsprechend ihrem Anteil an Bewerbungen, 50 Prozent im Rahmen des Adressatenkreises, bei nur einem Teilnahmeplatz und Veranstaltungswiederholung alternierende Berücksichtigung von Frauen und Männern, sonst
Losentscheid

Thüringen

§ 8
Allgemein:
Verpflichtung der Dienststelle, durch eigene Initiativen die Fortbildung von zu unterstützen, Hinweispflicht der Dienststelle, Gleichberechtigung, Frauenförderung und -diskriminierung und sexuelle Belästigung als Themen für Vorgesetzte und Beschäftigte der Personalverwaltungen, verstärkter Einsatz von
Leiterinnen und Referentinnen
Bei Familienpflichten: Erleichterung zu Teilnahme




mehr zum Thema:

 

© 2021 • www.der-oeffentliche-dienst.de • Alle Rechte vorbehalten