Frauen im öffentlichen Dienst: Voraussetzungslose Antragsteilzeit

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Frauen im öffentlichen Dienst: Voraussetzungslose Antragsteilzeit

Wie der Name schon sagt, muss für diese Art der Teilzeitbeschäftigung ein Antrag gestellt werden, ansonsten sind, anders als bei der familienbedingten Teilzeit, keine besonderen Voraussetzungen notwendig. Genehmigt wird sie natürlich nur, wenn
keine dienstlichen Belange entgegenstehen (§ 72a Abs. 1 – 72d BBG). Die Arbeitszeit muss bei mindestens der Hälfte der regulären Arbeitszeit liegen, die Dauer der Teilzeitbeschäftigung bestimmt die Beamtin. Nach Ablauf der bewilligten Teilzeit kann sie einen neuerlichen Antrag stellen. Wenn ihr allerdings schon vor Zeitablauf die Fortsetzung der Teilzeitarbeit nicht mehr zuzumuten ist, z. B. weil sich ihre Lebensverhältnisse geändert haben und sie mehr Geld braucht, muss die Dienststelle eine Änderung des Zeitumfangs oder eine Vollzeitbeschäftigung zulassen – entsprechend der dienstlichen Belange. Andersherum kann aber auch die Dienststelle die Teilzeitbeschäftigung einschränken, wenn dies z. B. aufgrund von Spezialkenntnissen der Beamtin, erforderlich wird. Nebentätigkeiten während der Teilzeitbeschäftigung sind zeitlich begrenzt (in der Regel 8 Stunden/Woche) und nur in dem Umfang zulässig, wie sie auch eine Vollzeitkraft ausüben könnte. Eine Teilzeitbeschäftigung mit weniger als der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit wird nur für insgesamt zwölf Jahre, einschließlich Urlaub ohne Dienstbezüge, bewilligt (§ 72a Abs. 5 BBG).

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