Frauen im öffentlichen Dienst: Total E-Quality

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Frauen im öffentlichen Dienst: Total E-Quality

Gleichstellungsarbeit hat einen Namen: Totel E-Quality. Mit diesem Prädikat werden Unternehmen und Verwaltungen ausgezeichnet, die sich vorbildlich und nachweislich für Chancengleichheit einsetzen. Vergeben wird die Auszeichnung von dem 1996
in Frankfurt/Main gegründeten Verein Total E-Quality Deutschland e.V., basierend auf einer Konferenz des Netzwerkes „Positive Aktionen” der EU im Mai 1994 in
Como/ Italien. Die Jury setzt sich zusammen aus VertreterInnen der Bundesagentur für Arbeit, des DGB, BDA und der Europäische Kommission. Die Begriffe „equal” und „quality” verdeutlichen, dass eine Verbesserung der Qualität nur unter der
Bedingung einer konsequenten Gleichstellungspolitik möglich ist. In diesem Sinne zusammengestellte E-Quality-Teams sollen bedarfsorientierte, zielgerichtete Maßnahmen zur Chancengleichheit entwickeln und umsetzen. Um das Prädikat, das ein- oder zweimal im Jahr vergeben wird, zu erhalten, muss ein Unternehmen bestimmte Kriterien erfüllen. Eine Checkliste führt auf:
  • Angaben zum Betrieb und zur Beschäftigtenstruktur (Teil- und Vollzeitkräfte,
    Frauenanteil in verschiedenen Bereichen – vor allem in Führungspositionen -, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildung von Frauen)
  • Angaben zur Personalbeschaffung und Stellenbesetzung
  • Angaben zu speziellen Führungstrainings für Frauen, Weiterbildung zur Sensibilisierung von Führungskräften
  • Angaben zu flexibler Arbeitszeitgestaltung, Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Rückkehrregelungen nach der Familienpause und Arbeiten von zu Hause.
    Gefragt wird auch danach, ob partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz thematisiert wird – z. B. -sexuelle Belästigung – und ob es eine Institutionalisierung der Chancengleichheit im Betrieb, z. B. durch Beauftragte, gibt. Eine wichtige Rolle spielt für die Verleihung des Total E-Quality-Prädikats, ob sich das Unternehmen generell zur Chancengleichheit bekannt, in Form von Leitsätzen beispielsweise. Das Prädikat kann auch zur Imagewerbung, Personalwerbung und Kundinnen-
    Ansprache genutzt werden. Das Gütesiegel ist allerdings recht wenig bekannt, oder anders herum: die Preisträger nutzen das Logo kaum für ihre Firmenwerbung. Ausgezeichnet wurden u.a. schon: die Bundesagentur für Arbeit (1 x), Deutsche Post
    AG (2x), Deutsche Telekom (3x), Landeshauptstadt München (2x), Magistrat der Stadt Rüsselsheim (2x), Stadtverwaltung Nürnberg (1x), Stadtverwaltung Wuppertal (2x), Uni Bremen, Uni Hannover, Uni Potsdam, FU Berlin (je 1x).
    (Stand: Mai 2003 – aus: Chancengleichheit durch Personalpolitik)

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